Die naturwissenschaftlich als veraltet geltende, jedoch von den Geisteswissenschaften und von der rationalen Psychologie als aufschlussreich beurteilte Humoralpathologie oder Viersäftelehre wurde von den Hippokratikern in ihrer Schrift Über die Natur des Menschen (um 400 v. Chr.) ausgehend von der Elementenlehre des Empedokles (490-430 v. Chr.) als Krankheitskonzept entwickelt und von Galenos in seiner endgültigen Form niedergeschrieben. Die Ursprünge der Säftelehre können im alten Ägypten vermutet werden. Als Inhalt der Blutgefäße wurden dort weiße Galle, schwarze Galle, Blut und Schleim angenommen.
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Saft |
Element |
Typ |
Farbe |
Geschmack |
Eigenschaft |
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Blut |
Luft |
Sanguiniker |
Rot |
süß |
Heiter |
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Gelbe Galle |
Feuer |
Choleriker |
Gelb |
bitter |
Kühn |
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Schwarze Galle |
Erde |
Melancholiker |
Schwarz |
scharf |
Trotzig |
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Schleim |
Wasser |
Phlegmatiker |
Weiß |
salzig |
Träge |